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Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU)

Einem Kraftfahrer, der durch häufige oder besonders schwere Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) aufgefallen ist, droht neben dem Eintrag im Verkehrs-Zentralregister (VZR) in Flensburg („Punkte“), Bußgeldern, Geld-/ Freiheitsstrafen für die einzelnen Verstöße auch der zeitweilige Entzug des Führerscheins (FS), wenn das Straßenverkehrsamt (StVA) seine Eignung zum Kraftfahrer generell bezweifelt.

Das gilt auch dann, wenn jemand wegen einer Tat, die kein Verkehrsdelikt ist (z. B. wenn der Betroffene schon aufgefallen ist, bevor er eine Führerschein-Prüfung abgelegt hat) als für den Kraftverkehr ungeeignet angesehen wird. Dazu gehören neben dem Konsum illegaler Drogen auch Vorfälle, die zwar nicht strafbar sind, bei denen aber eine hohe Blutalkohol-Konzentration (BAK) aufgefallen ist, sodass das StVA eine erhebliche Alkohol-Gewöhnung und damit seine generelle Nicht-Eignung für den Kraft-Verkehr vermutet.

In solchen Fällen fordert das StVA den Betroffenen auf, durch eine MPU nachzuweisen, dass er, entgegen der Vermutung des StVA, doch für den Kraftverkehr geeignet ist. Solche Gutachten erstellen amtlich anerkannte MPU-Stellen.

Die MPU-Stelle stützt sich in ihrem Gutachten auf die vom StVA zugesandten Akten, aus denen die „Karriere“ des Betroffenen hervorgeht, sowie auf eine medizinische und eine psychologische Untersuchung. In den Akten sind alle strafrechtlichen Verstöße, Bußgeld-Bescheide, Punkte, Strafen, FS-Entzüge und MPU-Gutachten aufgeführt.

Zur medizinischen Untersuchung gehören u. a. eine Analyse von Blutwerten, die Hinweise auf verkehrs-rechtlich relevante Merkmale liefert, etwa auf den Konsum von Alkohol und anderer Drogen.

Genau genommen ist der „psychologische" Teil der MPU in den meisten Fällen eine charakterliche Prüfung. Sie soll klären, ob der Prüfling für den Kraftverkehr charakterlich geeignet ist. Daher genügt es nicht, dass ein Betroffener, der z. B. mit zu geringer Blut-Konzentration im Alkohol aufgefallen ist, anhand von Bluttests nachweist, daß er (fast) keinen Alkohol mehr trinkt, sondern er muss seine „innere Abstinenz" glaubhaft machen. Nur wenn der Gutachter überzeugt ist, dass der Prüfling ein neues Verantwortungsbewusstsein für den Kraftverkehr entwickelt hat, wird er zu einem günstigen Urteil kommen.

Auch wer noch nie mit Alkohol oder anderen Drogen aufgefallen, aber im VZR mit 18 oder mehr Punkten eingetragen ist, muss zur MPU. Auch in diesen Fällen vermuten die StVÄ eine generelle charakterliche Nicht-Eignung zur Teilnahme am motorisierten Straßenverkehr.

Erfahrungsgemäß scheitern die meisten Kandidaten am psychologischen Teil der MPU, da sie den Gutachter nicht überzeugen konnten, dass sie sich nach Bußgeldern, "Punkten", Strafen und FS-Entzug charakterlich so gewandelt haben, dass sie sich künftig an Geist und Buchstaben der StVO halten werden.


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auf den psychologischen Teil der MPU
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